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Fehler wegen noch weit mehr als wegen ihrer Tu-genden. Ich kenne nichts Treffenderes, als dieLegende, dass die Pariserinnen mit allen möglichenFehlern zur Welt kommen, dass aber eine holdeFee sich ihrer erbarmt und jedem ihrer Fehler einenZauber verleiht, wodurch er sogar als ein neuerLiebreiz wirkt. Diese holde Fee ist die Grazie. Sinddie Pariserinnen schön? Wer kann Das wissen!Wer kann alle Jntrigucn der Toilette durchschauen,wer kann entziffern, ob Das echt ist, was der Tüllvcrräth, oder ob Das falsch ist, was das bauschigeSeidcnzeug vorprahlt! Und ist es dem Auge gelun-gen, durch die Schale zu dringen, und sind wireben im Begriff, den Kern zu erforschen, dannhüllt er sich gleich in eine neue Schale, und nachherwieder in eine neue, und durch diesen unaufhörlichenModcwcchscl spotten sie des männlichen Scharfblicks.Sind ihre Gesichter schön? Auch Dieses wäre schwie-rig zu ermitteln. Denn alle ihre Gesichtszüge sindin beständiger Bewegung, jede Pariserin hat tausendGesichter, eins lachender, geistreicher, holdseliger alsdas andere, und setzt Denjenigen in Verlegenheit,der darunter das schönste Gesicht auswählen odergar das wahre Gesicht crrathen will. Sind ihreAugen groß? Was weiß ich! Wir untersuchen nichtlange das Kaliber der Kanone, wenn ihre Kugel