Druckschrift 
4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
Seite
263
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Jesuiten dcrRestauration, kurz lauter abgcfärbtc, ver-stümmelte Gottheiten aus allen Zeitaltern, und woranNiemand mehr glaubt. Die Namen heulen, wenn siesich berühren, aber die Menschen sieht man friedsamund freundlich neben einander stehen, wie die An-tiquitäten in den erwähnten Boutikcn des QuaiVoltaire. In germanischen Landen, wo die Leiden-schaften weniger disciplinicrbar sind, wäre ein ge-sellschaftliches Zusammenleben so heterogener Per-sonen etwas ganz Unmögliches. Auch ist bei unsim kalten Norden das Bedürfnis des Sprechensnicht so stark wie im wärmeren Frankreich, wo diegrößten Feinde, wenn sie sich in einem Salon be-gegnen, nicht lange ein finsteres Stillschweigen beob-achten können. Auch ist in Frankreich die Gefall-sucht so groß, dass man eifrig dahin strebt, nichtbloß den Freunden, sondern auch den Feinden zugefallen. Da ist ein beständiges Drapieren undMinaudiercn, und die Weiber haben hier ihre liebeMühe, die Männer in der Koketterie zu übertreffen;aber es gelingt ihnen dennoch.

Ich will mit dieser Bemerkung nichts Bösesgemeint haben, bei Leibe nichts Böses in Betreffder französischen Frauen, und am allerwenigstenin Betreff der Pariserinnen. Bin ich doch dergrößte Verehrer Derselben, und ich verehre sie ihrer