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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
Seite
229
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Häupter! Zuweilen, wenn in die melodischen Qual-nisse dieses Spiels das obligate Bockslachcn hincin-meckerte, erblickte ich auch im Hintergründe eineMenge kleiner Weibsbilder, die boshaft lustig mitden hässlichcn Köpfen nickten und mit den gekreuz-ten Fingern in neckender Schadenfreude ihre Rüb-chcn schabten. Aus der Violine drangen alsdannAngstlaute und ein entsetzliches Seufzen und einSchluchzen, wie man es noch nie gehört auf Erden,und wie man es vielleicht nie wieder auf Erdenhören wird, es sei denn im Thalc Josaphat, wenndie kolossalen Posaunen des Gerichts erklingen unddie nackten Leichen aus ihren Gräbern hervorkriechcnund ihres Schicksals harren . . . Aber der ge-quälte Violinist that plötzlich einen Strich, einenso wahnsinnig verzweifelten Strich, dass seine Kettenrasselnd cntzweisprangcn und sein unheimlicher Ge-hilfe, mitsammt den verhöhnenden Unholden, ver-schwanden.

In diesen: Augenblicke sagte mein Nachbar,der Pelzmaklcr: Schade, schade, eine Saite ist ihmgesprungen, Das kommt von dem beständigen Piz-zicato !

War wirklich die Saite auf der Violine ge-sprungen? Ich weiß nicht. Ich bemerkte nur dieTransfiguration der Töne, und da schien mir