hcitssinn nicht vollkommen befriedigen. Ich habePortraitc von ihm gesehen . . .
Die alle nicht ähnlich sind, fiel ihr Maximi-lian in die Rede; sie vcrhässlichcn oder verschönernihn, nie geben sie seinen wirklichen Charakter. Ichglaube, es ist nur einem einzigen Menschen ge-lungen, die wahre Physiognomie Paganini's aufsPapier zu bringen; es ist ein tauber Maler, Na-mens Lyscr, der in seiner geistreichen Tollheit mitwenigen Krcidcstrichcn den Kopf Paganini's so gutgetroffen hat, dass man ob der Wahrheit der Zeich-nung zugleich lacht und erschrickt. „Der Teufel hatmir die Hand geführt," sagte mir der taube Maler,geheimnisvoll kichernd und gutmnthig ironisch mitdem Kopfe nickend, wie er bei seinen genialen Eulen-spiegeleien zu thun pflegte. Dieser Maler warimmer ein wunderlicher Kauz; trotz seiner Taubheitliebte er enthusiastisch die Musik, und er soll esverstanden haben, wenn er sich nahe genug am Or-chester befand, den Musikern die Musik ans demGesichte zu lesen, und an ihren Fingcrbewcgungcndie mehr oder minder gelungene Exekution zu be-urthcilen; auch schrieb er die Opcrnkritikcn in einemschätzbaren Journale zu Hamburg. Was ist eigent-lich da zu verwundern? In der sichtbaren Signa-tur des Spieles konnte der taube Maler die Töne