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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
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I

rcn, doch ist es schwer, sie wieder zurück zu schickenin ihr dunkles Nichts; sie sehen uns dann so flehendan, unser eigenes Herz leiht ihnen so mächtigeFürbitte ... Ich konnte mich nicht mehr losreißen,und ich verliebte mich in die kleine Vcry, nachdemsie schon seit sieben Jahren verstorben. So lebteich sechs Monate in Potsdam, ganz versunken indieser Liebe. Ich hütete mich noch sorgfältiger alsvorher vor jeder Berührung mit der Außenwelt,und wenn irgend Jemand auf der Straße etwasnahe an mir vorbcistreifte, empfand ich die miss-bchaglichste Beklemmung. Ich hegte vor allen Be-gegnisscn eine tiefe Scheu, wie solche vielleicht dienachtwandelnden Geister der Todtcn empfinden;denn Diese, wie man sagt, wenn sie einem leben-den Menschen begegnen, erschrecken sie eben so sehr,wie der Lebende erschrickt, wenn er einem Gespcnstebegegnet. Zufällig kam damals ein Reisender durchPotsdam, dem ich nicht ausweichen konnte, nämlichmein Bruder. Bei seinem Anblick und bei seinenErzählungen von den letzten Vorfällen der Tages-geschichte erwachte ich wie aus einem tiefen Traume,und zusammenschreckend fühlte ich plötzlich, in wel-cher grauenhaften Einsamkeit ich so lange für michhingclcbt. Ich hatte in diesem Zustande nicht ein-mal den Wechsel der Jahrzeiten gemerkt, und mit