dern, cm besänftigendes Mondlicht scheint durchihre Adern zu rinnen ... es ist die Nacht desMichel Angela Buonarotti. O, wie gern möchteich schlafen des ewigen Schlafes in den Armendieser Nacht . . .
Gemalte Fraucnbildcr, fuhr Maximilian fortnach einer Pause, haben mich immer minder heftiginteressiert als Statuen. Nur einmal war ich inein Gemälde verliebt. Es war eine wunderschöneMadonna, die ich in einer Kirche zu Köln amRhein kennen lernte. Ich wurde damals ein sehreifriger Kirchengänger, und mein Gcmüth versenktesich in die Mystik des Katholicismus. Ich hättedamals gern, wie ein spanischer Ritter, alle Tageans Leben und Tod gekämpft für die immakulicrteEmpfängnis Mariä, der Königin der Engel, derschönsten Dame des Himmels und der Erde! Fürdie ganze heilige Familie interessierte ich mich da-mals, und ganz besonders freundlich zog ich jedes-mal den Hut ab, wenn ich einem Bilde des hei-ligen Joseph's vorbeikam. Dieser Zustand dauertejedoch nicht lange, und fast ohne Umstände verließich die Mutter Gottes, als ich in einer Antiken-Galerie mit einer griechischen Nymphe bekanntwurde, die mich lange Zeit in ihren Marmor-fcsseln gefangen hielt.