sehr ab von dem grellen Scharlachrock. Ob erdarunter eine Hose trug, weiß ich nicht mehr.Unser Bedienter, der Johann, der ebenfalls dieBenennung „Schloss" oft vernommen, machte einsehr verwundertes Gesicht, als der Zunge uns zudem kleinen gebrochenen Gebäude führte, wo derselige Herr gewohnt. Er ward aber schier bestürzt,als meine Mutter ihm befahl, die Betten hinein-zubringen. Wie konnte er ahnen, dass auf dem„Schlosse" keine Betten befindlich! und die Ordremeiner Mutter, dass er Bettung für uns mitneh-men solle, hatte er entweder ganz überhört oderals überflüssige Mühe unbeachtet gelassen.
Das kleine Haus, das, nur eine Etage hoch,in seinen besten Zeiten höchstens fünf bewohnbareZimmer enthalten, war ein kummervolles Bild derVergänglichkeit. Zerschlagene Möbeln, zerfetzte Ta-peten, keine einzige Fensterscheibe ganz verschont,hie und da der Fußboden aufgerissen, überall diehässlichen Spuren der übermüthigsten Soldaten-wirthschaft. „Die Einquartierung hat sich immerbei uns sehr amüsiert," sagte der Junge mit einemblödsinnigen Lächeln. Die Mutter aber winkte, dasswir sie allein lassen möchten, und während derZunge mit Johann sich beschäftigte, ging ich denGarten besehen. Dieser bot ebenfalls den trost-