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„das Schlaft meiner Mutter" gesagt, aber ich bitteSic, bei Leibe, denken Sie sich darunter nichtsPrächtiges und Herrliches! An diese Benennunghabe ich mich nun einmal gewöhnt; mein Vaterlegte immer einen ganz besonderen Ausdruck aufdie Worte „das Schlaft!" und er lächelte dabeiimmer so eigenthümlich. Die Bedeutung diesesLächelns begriff ich erst später, als ich, ein etwazwölfjähriges Bübchen, mit meiner Mutter nachdem Schlosse reiste. Es war meine erste Reise.Wir fuhren den ganzen Tag durch einen dickenWald, dessen dunkle Schauer mir immer unver-geftlich bleiben, und erst gegen Abend hielten wirstill vor einer langen Qucrstauge, die uns von einergroßen Wiese trennte. Wir mussten fast eine halbeStunde warten, ehe aus der nahegelegenen Lehm-hütte der Zunge kam, der die Sperre wegschob unduns einließ. Ich sage „der Zunge," weil die alteWarthe ihren vierzigjährigen Neffen noch immerden Zungen nannte; Dieser hatte, um die gnädigeHerrschaft würdig zu empfangen, das alte Livree-kleid seines verstorbenen Oheims angezogen, undda er es vorher ein bischen ausstäubcn muffte, ließer uns so lange warten. Hätte man ihm Zeit ge-lassen, würde er auch Strümpfe angezogen haben;die langen, nackten, rothcn Beine stachen aber nicht