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Wohnung zu Lehden. Ohne diesen gemüthlichcnReiz hätte ich darin keine acht Tage ausgchaltcn.Das Äußere des Hauses war elend und kläglichund mürrisch, ganz unholländisch. Das dunklemorsche Haus stand dicht am Wasser, und wennman an der anderen Seite des Kanals vorbeiging,glaubte man eine alte Hexe zu sehen, die sich ineinem glänzenden Zauberspicgel betrachtete. Aufdem Dache standen immer ein paar Störche, wieauf allen holländischen Dächern. Neben mir logiertedie Kuh, deren Milch ich des Morgens trank, undunter meinem Fenster war ein Hühncrsteig. Meinegefiederten Nachbarinnen lieferten gute Eier; aberda ich immer, che sie deren zur Welt brachten,ein langes Gackern, gleichsam die langweilige Vor-rede zu den Eiern, anhören muffte, so wurde mirder Genuss derselben ziemlich verleidet. Zu denUnannehmlichkeiten meiner Wohnung gehörten aberzwei der fatalsten Missstände: erstens das Violin-spielen, womit man meine Ohren während desTages belästigte, und dann die Störungen desNachts, wenn meine Wirthin ihren armen Mannmit ihrer sonderbaren Eifersucht verfolgte.
Wer das Verhältnis meines Hauswirths zumeiner Frau Wirthin kennen lernen wollte, brauchtenur Beide zu hören, wenn sie mit einander Musik