Was die holländische Küche betrifft, so unter-scheidet sie sich von letzterer erstens durch die Rein-lichkeit, zweitens durch die eigentliche Leckerkeit.Besonders ist die Zubereitung der Fische unbe-schreibbar liebenswürdig. Rührend inniger unddoch zugleich tiefsinnlicher Sellericduft. Selbstbc-wusstc Naivetät und Knoblauch. Tadelhast jedochist es, dass sie Unterhosen von Flanell tragen;nicht die Fische, sondern die schönen Töchter desmcernmspültcu Hollands.
Aber zu Lehden, als ich ankam, fand ich dasEssen fürchterlich schlecht. Die Republik Hamburghatte mich verwöhnt; ich muss die dortige Küchenachträglich noch einmal loben, und bei dieserGelegenheit preise ich noch einmal Hamburg'sschöne Mädchen und Frauen. O ihr Götter! inden ersten vier Wochen, wie sehnte ich mich zurücknach den Rauchfleischlichkciten und nach den Mock-tnrteltauben Hammonia's! Ich schmachtete an Herzund Magen. Hätte sich nicht endlich die FrauWirthin zur rothcn Kuh in mich verliebt, ich wärevor Sehnsucht gestorben.
Heil dir, Wirthin zur rothen Kuh!
Es war eine untersetzte Frau mit einem sehrgroßen runden Bauche und einem sehr kleinen run-den Kopfe. Rothe Wängclcin, blaue Äugclcin;