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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
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Roscn und Veilchen. Stundenlang saßen wir bei-sammen im Garten, und tranken Thcc ans echt-chinesischen Porzellantassen. Es war ein schönerGarten, viereckige und dreieckige Beete, symmetrischbestreut mit Goldsand, Zinnober,und kleinen blan-ken Muscheln. Die Stämme der Bäume hübschroth und blau angestrichen. Kupferne Käfige vollKanarienvögel. Die kostbarsten Zwiebelgewächsein buntbemalten, glasierten Töpfen. Der Taxusallerliebst künstlich geschnitten, mancherlei Obelis-ken, Pyramiden, Vasen, auch Thiergcstalten bil-dend. Da stand ein aus Taxus geschnittenergrüner Ochs, welcher mich fast eifersüchtig ansah,wenn ich sie umarmte, die holde Wirthin zurrothcn Kuh.

Heil dir, Wirthin zur rothen Kuh!

Wenn Myfrow den Obcrthcil des Kopfes mitden friesischen Goldplatten umschildet, den Bauchmit ihrem buntgeblümten Damastrock eingcpanzert,und die Arme mit der weißen Fülle ihrer Braban-tcr Spitzen gar kostbar belastet hatte, dann sahsie aus wie eine fabelhafte chinesische Puppe, wieetwa die Göttin des Porzellans. Wenn ich als-dann in Begeisterung gerietst und sie auf beideBacken laut küsste, so blieb sie ganz porzcllanigsteif stehen und seufzte ganz porzellanig: Mynheer,