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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
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als ich sie gestochen hatte, dauerte aber nur zwölfSekunden, und dann lächelte sie Schöne Zeit,als das Glück mir lächelte!... Minka lächelte selte-ner, denn sie hatte keine schöne Zähne. Desto schö-ner aber waren ihre Thränen, wenn sie weinte, undsie weinte bei jedem fremden Unglück, und sie warwohlthätig über alle Begriffe. Den Armen gabsie ihren letzten Schilling; sie war sogar oft inder Lage, wo sie ihr letztes Hemd weggab, wennman es verlangte. Sie war so seelengut. Siekonnte Nichts abschlagen, ausgenommen ihr Was-ser. Dieser weiche, nachgiebige Charakter kontra-stierte gar lieblich mit ihrer äußeren Erscheinung.Eine kühne, junonische Gestalt; weißer frecherNacken, umringclt von wilden schwarzen Locken,wie von wollüstigen Schlangen; Augen, die unterihren düsteren Sicgesbogen so wcltbchcrrschendstrahlten; purpnrstolzc, hochgcwölbtc Lippen; mar-morne, gebietende Hände, worauf leider einigeSommersprossen; auch hatte sie in der Form eineskleinen Dolchs ein braunes Muttermal an derlinken Hüfte.

Wenn ich dich in sogenannte schlechte Gesell-schaft gebracht, lieber Leser, so tröste dich damit,dass sie dir wenigstens nicht so viel gekostet wiemir. Doch wird es später in diesem Buche nicht