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an idealischen Frauenspersonen fehlen, und schonjetzt will ich dir zur Erholung zwei AnstandSdamcnvorführen, die ich damals kennen und verehrenlernte. Es ist Madame Pieper und MadameSchnicpcr. Erstcre war eine schöne Frau in ihrenreifsten Jahren, große schwärzliche Augen, einegroße weiße Stirnc, schwarze falsche Locken, einekühne altrömischc Nase, und ein Maul, das eineGuillotine war für jeden guten Namen. In derThat, für einen Namen gab es keine leichtere Hin-richtungsmaschine als Madame Pieper's Manl;sie ließ ihn nicht lange zappeln, sie machte keinelangwichtige Vorbereitungen; war der beste guteName zwischen ihre Zähne gerathen, so lächelte sienur — aber dieses Lächeln war wie ein Fallbeil,und die Ehre war abgeschnitten und fiel in denSack. Sie war immer ein Muster von Anstand, Ehr-samkeit, Frömmigkeit und Tugend. Von MadameSchnicpcr ließ sich Dasselbe rühmen. Es war einezarte Frau, kleine ängstliche Brüste, gewöhnlichmit einem wehmüthig dünnen Flor umgeben, hell-blonde Haare, hellblaue Augen, die entsetzlich klughervorstachen ans dem weißen Gesichte. Es hieß,man könne ihren Tritt nie hören, und wirklich,ehe man sich Dessen versah, stand sie oft nc'benEinem, und verschwand dann wieder eben so ge-
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