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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
Seite
97
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Männer, die das Theater zun? Gotteshaus?' ma-chen, indem sie den Unglücklichen, der an derMenschheit verzweifelt, aufs wirksamste überzeugen,dass nicht Alles in der Welt eitel Heuchelei undVerstellung ist.

Bei Aufzählung der Merkwürdigkeiten der Re-publik Hamburg kann ich nicht umhin zu erwähnen,dass zu meiner Zeit der Apollosaal auf der Dreh-bahn sehr brillant war. Jetzt ist er sehr herunter-gekommen, und es ?verdcn dort philharmonischeKonccrte gegeben, Taschcnspielcrkünste gezeigt undNaturforscher gefüttert. Einst war es anders! Esschmetterten die Trompeten, es wirbelten die Pau-ken, es flatterten die Straußfcdcrn, und Heloiseund Minka rannten durch die Reihen der Oginski-Polonaisc, und Alles war sehr anständig. SchöneZeit, wo mir das Glück lächelte! Und das Glückhieß Heloise! Es war ein süßes, liebes, beglücken-des Glück mit Roscnwangcn, LiljcnnäSchen, heiß-duftigen Nelkcnlippcn, Augen wie der blaue Berg-see; aber etwas Dummheit lag auf der Stirne,wie ein trüber Wolkenflor über einer prangendenFrühlingslandschaft. Sic war schlank wie einePappel und lebhaft wie ein Vogel, und ihre Hautwar so zart, dass sie zwölf Tage geschwollen bliebdurch den Stich einer Haarnadel. Ihr Schmollen,

Hein e's Werke. Bd. IV. 7.