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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
Seite
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wenig dieselbe den Rabbi zu erbauen schienschau mich nicht an mit Abschen. Meine Naseist nicht abtrünnig geworden. Als mich einst derZufall um Mittagszeit in diese Straße führte,und aus den Küchen der Juden mir die wohlbe-kannten Düfte in die Nase stiegen, da crfasste michjene Sehnsucht, die unsere Väter empfanden, alssie zurückdachten an die Fleischtöpfe Ägyptens;wohlschmeckende Jugcnderinncrnngen stiegen in mirauf; ich sah wieder im Geiste die Karpfen mitbrauner Rosinensauce, die meine Tante für denFreitagabend so erbaulich zu bereiten wusstc; ichsah wieder das gedämpfte Hammelfleisch mit Knob-lauch und Mairettig, womit man die Tobten er-wecken kann, und die Suppe mit schwärmerischschwimmenden Klößchen . . . und meine Seeleschmolz, wie die Töne einer verliebten Nachtigall,und seitdem esse ich in der Garküche meiner Freun-din Donna Schnapper-Elle!"

Diese Garküche hatte man unterdessen erreicht;Schnapper-Elle selbst stand an der Thüre ihresHauses, die Messfremdcn, die sich hungrig hinein-drängten, freundlich begrüßend. Hinter ihr, denKopf über ihre Schulter hinauslehnend, standder lange Nasenstcrn und musterte neugierig ängst-lich die Ankömmlinge. Mit übertriebener Gran-