sie durch Äußerungen des Unmnths einen Freundihres Mannes betrübt habe.
„Ach, Scnnora," — antwortete Don Isaak— „wer mit täppischer Hand nach einer Rosegriff, darf sich nicht beklagen, dass ihn die Dornenverletzten! Wenn der Abendstcrn sich im blauenStrome goldfunkelnd abspiegelt . .
„Ich bitte dich um Gottcswillcn," — unter-brach ihn der Rabbi — „hör auf! . . . Wennwir so lange warten sollen, bis der Abendstcrnsich im blauen Strome goldfnnkclnd abspiegelt, soverhungert meine Frau; sie hat seit gestern Nichtsgegessen und seitdem viel Ungemach und Mühsalerlitten."
„Nun, so will ich euch nach der besten Gar-küche Jsracl's führen" — rief Don Isaak —„nach dem Hause meiner Freundin Schnapper-Elle, daS hier in der Nähe. Schon rieche ich ihrenholden Duft, nämlich der Garküche. O wüsstcstdu, Abraham, wie dieser Duft mich anspricht! Erist eS, der mich, seit ich in dieser Stadt verweile,so oft hinlockt nach den Zelten Jakob's. Der Ver-kehr mit dein Volke Gottes ist sonst nicht meineLiebhaberei, und wahrlich nicht nm hier zu beten,sondern um zu essen, besuche ich die Zndcngasse..
„Du hast uns nie geliebt, Don Isaak . . ."