Worte, und schritt sorglos weiter, ohne die Wir-kung zu erwarten. Die schöne Sara hatte er schonmehrmals umkreist, jedesmal wieder zurückgeschcuchtvon dem gebietenden Blick Derselben oder auch vonder rüthselhast lächelnden Miene ihres Mannes,aber endlich, in stolzem Abstreifen aller scheuenBefangenheit, trat er Beiden keck in den Weg,und mit stutzerhafter Sicherheit und süßlich galan-tem Tone hielt er folgende Anrede:
„Sennora, ich schwöre! Hört, Scnnora, ichschwöre! Bei den Rosen beider Kastilien, bei denarragoncsischcn Hyacinthcn und andalusischcn Gra-natblüthcn! Bei der Sonne, die ganz Spanienmit all' seinen Blumen, Zwiebeln, Erbsensuppen,Wäldern, Bergen, Mauleseln, Ziegenböcken undAlt-Christen beleuchtet! Bei der Himmclsdcckc,woran diese Sonne nur ein goldner Quast ist!Und bei dem Gott, der auf der Himmelsdcckesitzt, und Tag und Nacht über neue Bildung hold-seliger Frauengestalten nachsinnt . . . Ich schwöre,Scnnora, Ihr seid das schönste Weib, das ich imdeutschen Lande gesehen habe, und so Ihr gewilletseid, meine Dienste anzunehmen, so bitte ich Euchum die Gunst, Huld und Erlaubnis, mich EurenRitter nennen zu dürfen, und in Schimpf undErnst Eure Farben zu tragen!"