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stern und drückte sein Gesicht fest an die nächsteMauer, und in dieser Stellnng verharrte er zit-ternd und leise betend.
„Sagt, sagt, was ist passiert?" — rief jetztauch Jäkel der Narr mit all jener hastigen Neu-gier, die schon damals den Frankfurter Judeneigcnthümlich war.
Der Rabbi aber riss sich von ihm los undging mit seinem Weibe weiter die Judengasschinauf. „Sieh, schöne Sara," — sprach er seuf-zend — „wie schlecht geschützt ist Israel! FalscheFreunde hüten seine Thorc von außen, und drin-nen sind seine Hüter Narrheit und Furcht!"
Langsam wanderten die Beiden durch dielange, leere Straße, wo nur hie und da ein blü-hender Mädchenkopf zum Fenster hinausguckte,während sich die Sonne in den blanken Scheibenfestlich heiter bespiegelte. Damals nämlich warendie Häuser des Judenviertels noch ncn und nett,auch niedriger wie jetzt, indem erst späterhin dieJuden, als sie in Frankfurt sich sehr vermehrtenund doch ihr Quartier nicht erweitern durften, dortimmer ein Stockwerk über das andere bauten, sar-dellcnartig zusammenrückten und dadurch an Leibund Seele verkrüppelten. Der Thcil des Juden-quartiers , der nach dem großen Brande stehen