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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
Seite
51
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„Ja, ja" — envicdcrtc Jener mit drolligerBescheidenheit — „ja, ja, Das macht der Ruhm.Man ist oft weit und breit für einen größcrnNarren bekannt als man selbst weiß. Doch ichgebe mir viele Mühe ein Narr zu sein, und springeund schüttle mich, damit die Schellen klingeln.Andre habcn's leichter . . . Aber sagt mir, Rabbi,warum reiset Ihr am Feiertage?"

„Meine Rechtfertigung" — versetzte der Be-fragte — „steht im Talmud, und es heißt: Gefahrvertreibt den Sabbath."

„Gefahr!" — schrie Plötzlich der lange Na-senstcrn und gebürdete sich wie in Todesangst — „Ge-fahr! Gefahr! Trommclhans, trommel, trommle,Gefahr! Gefahr! Trommclhans . . ."

Draußen aber rief der Trommclhans mitseiner dicken Bicrstimmc: „Tausend Donner-Sa-krament! Der Teufel hole die Juden! Das istschon das dritte Mal, dass du mich heute aus demSchlafe weckst, Nascnstcrn! Mach mich nicht ra-send! Wenn ich rase, werde ich wie der leibhaftigeSatanns, und dann, so wahr ich ein Christ bin,dann schieße ich mit der Büchse durch die Gittcr-luke des Thores, und dann hüte Jeder seine Nase!"

„Schieß nicht! schieß nicht! ich bin ein ein-zelner Mensch" — wimmerte angstvoll der Nasen-

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