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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
Seite
50
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unser Blut kommt über Edom; denn Gott ist ein

rächender Gott "

Aber plötzlich den Ernst, der ihn unwillkürlichbeschlichen, gewaltsam abstreifend stürzte sich Jäkelder Narr wieder in seine Posscnreißercicn und fuhrfort mit schnarrendem Lustigmachertonc: „FürchtetEuch nicht, schöne Frau, der Nasenstcrn thut EuchNichts zu Leid. Nur für die alte Schnapper-Elleist er gefährlich. Sie hat sich in seine Nase ver-liebt, aber die verdient es auch. Sic ist schönwie der Thurm, der gen Damaskus schaut underhaben wie die Ceder des Libanon's. Auswendigglänzt sie wie Glimmgold und Sirup, und inwen-dig ist lauter Musik und Lieblichkeit. Im Sommerblüht sie, im Winter ist sie zugefroren, und Som-mer und Winter wird sie gehätschelt von Schnnp-pcr-Elle's weißen Händen. Ja, die Schnapper-Elle ist verliebt in ihn, ganz vernarrt. Sic pflegtihn, sie füttert ihn, und sobald er fett genug ist,wird sie ihn hcirathen, und für ihr Alter ist sienoch jung genug, und wer mal nach dreihundertJahren hieher nach Frankfurt kömmt, wird denHimmel nicht sehen können vor lauter Nasensternen!"

„Ihr seid Jäkel der Narr" — rief lachendder Rabbi — „ich merk' es an Euren Worten.Ich habe oft von Euch sprechen gehört."