und wie der lange blonde König Max im Kreiseseines Hofgesindes auf dem Ballone stand undsich vor Freude die Hände rieb. Die Decken vongoldncn Stoffen lagen noch auf der Lehne desBalkons und der spitzbögigcn Rnthhansfcnstcr.Auch die übrigen Häuser des Marktplatzes warennoch festlich geschmückt und mit Wappcnschildcnverziert, besonders das Hans Limburg, auf dessenBanner eine Jungfrau gemalt war, die einen Sper-ber auf der Hand trägt, während ihr ein Affeeinen Spiegel vorhält. Auf dem Ballone diesesHauses standen viele Ritter und Damen, in lä-chelnder Unterhaltung hinabblickcnd auf das Volk,das unten in tollen Gruppen und Aufzügen hin-und hcrwogte. Welche Menge Müßiggänger vonjedem Stande und Alter drängte sich hier, um ihreSchaulust zu befriedigen! Hier wurde gelacht, ge-greint, gestohlen, in die Lenden gekniffen, gejubelt,und zwischendrein schmetterte gellend die Trompetedes Arztes, der im rothen Mantel mit seinem Hans-wurst und Affen auf einem hohen Gerüste stand,seine eigne Kunstfertigkeit recht eigentlich auspo-saunte, seine Tinkturen und Wundersalbcn anpries,oder ernsthaft das Uringlas betrachtete, das ihmirgend ein altes Weib vorhielt, oder sich anschickte,einem armen Bauer den Backzahn auszureißen.
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