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Unterhalb der Burg Sonncck, Lorch gegen-über, ungefähr wo jetzt das Dörfchen Nicderrhein-bach liegt, erhebt sich eine Fclscnplatte, die bogcn-artig über das Rheinnfcr hinanshängt. Dieseerstieg Rabbi Abraham mit seinen? Weibe, schautesich um nach alle?? Seiten, und starrte hinauf nachden Sternen. Zitternd und von Todesängsten durch-fröstelt stand neben ihm die schöne Sara und be-trachtete sein blasses Gesicht, das der Mond ge-spenstisch beleuchtete, und »vorauf cS hin und herzuckte wie Schmerz, Furcht, Andacht und Wuth.Als aber der Rabbi Plötzlich das silberne Wasch-becken ihr aus der Hand riss und es schotterndhinabwarf in den Rhein, da konnte sie das grau-senhaftc Angstgefühl nicht länger ertrage??, und mitdein Ausrufe „Schadai voller Genade!" stürztesie zu den Füßen des Mannes und beschwor ihn,das dunkle Räthsel endlich zu enthüllen.
Der Rabbi, des Sprechens ohnmächtig, be-wegte mehrmals lautlos die Lippen, und endlichrief er: „Siehst du den Engel des Todes? Dortunten schwebt er über Bacharach! Wir aber sindseine??? Schwerte entronnen. Gelobt sei der Herr!"Und mit einer Stimme, die noch vor innere??? Ent-setzen bebte, erzählte er: wie er wohlgcmnth dieAgadc hinsingend und angelehnt saß, und zufällig