große Rcichthümcr. Einige Fuchsbärtc in der Ge-meinde deuteten darauf hin, als wenn der Rabbieben des Geldes wegen seine Frau gchcirathct habe.Aber sämmtlichc Weiber widersprachen und wusstcnalte Geschichten zu erzählen, wie der Rabbi schonvor seiner Reise nach Spanien verliebt gewesen inSara — man hieß sie eigentlich die schöne Sara— und wie Sara sieben Jahre warten musste,bis der Rabbi aus Spanien zurückkehrte, indemer sie gegen den Willen ihres Vaters und selbstgegen ihre eigne Zustimmung durch den Trauringgchcirathct hatte. Jedweder Jude nämlich kannein jüdisches Mädchen zu seinem rechtmäßigen Ehe-weibc machen, wenn es ihm gelang, ihr einen Ringan den Finger zu stecken und dabei die Worte zusprechen: „Ich nehme dich zu meinem Weibe nachden Sitten von Moses und Israel!" Bei der Er-wähnung Spaniens pflegten die Fuchsbärte aufeine ganz eigne Weise zu lächeln; und Das ge-schah wohl wegen eines dunkeln Gerüchts, dassRabbi Abraham auf der hohen Schule zu Toledozwar emsig genug das Studium des göttlichenGesetzes getrieben, aber auch christliche Gebräuchenachgeahmt und frcigcistigc Dcnkungsart einge-sogen habe, gleich jenen spanischen Juden, die da-mals auf einer außerordentlichen Höhe der Bildung
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