Schöpferkraft; er hat das Bild und hat dasWort; er ist der größte Dichter Frankreichs; abersein Pegasus hegt eine krankhafte Scheu vor denbrausenden Strömen der Gegenwart und gehtnicht gern zur Tränke, wo das Tageslicht inden frischen Finthen sich abspiegelt . . . vielmehrunter den Ruinen der Vergangenheit sucht er zuseiner Erlabung jene verschollenen Quellen, woeinst das hohe Flngclross des Shakspcare seinenunsterblichen Durst gelöscht hat. Ist es nun, weiljene alten Quellen, halbvcrschüttct und übcrmoort,keinen reinen Trunk mehr bieten: genug, ViktorHugo's dramatische Gedichte enthalten mehr dentrüben Moder als den belebenden Geist der alt-englischen Hippokrene, es fehlt ihnen die heitereKlarheit und die harmonische Gesundheit .. . undich muss gestehen, zuweilen crfasst mich der schauer-liche Gedanke, dieser Viktor Hugo sei das Gespensteines englischen Poeten aus der Blüthezcit derElisabeth, ein todtcr Dichter, der verdrießlich demGrabe entstiegen, um in einem anderen Lande undin einer anderen Periode, wo er vor der Konkur-renz des großen William's gesichert, einige posthumeWerke zu schreiben. In der That, Viktor Hugomahnt mich an Leute wie Marlow, Decker, Hey-wood u. s. w., die in Sprache und Manier ihrem
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