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3 (1861) Englische Fragmente und Shakspeare's Mädchen und Frauen
Entstehung
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ES herrscht freilich bei ihren Schriftstellern seiteiniger Zeit ein unbändiges Streben nach solcherNatürlichkeit; sie reißen sich gleichsam verzwciflungs-voll die konventionellen Gewänder vom Leibe, undzeigen sich in der schrecklichsten Nacktheit. . . Aberirgend ein modischer Fetzen, welcher ihnen dennochimmer anhängen bleibt, gicbt Kunde von der über-lieferten Unnatur, und entlockt dein deutschen Zu-schauer ein ironisches Lächeln. Diese Schriftstellermahnen mich immer an die Kupferstiche gewisserRomane, wo die unsittlichen Liebschaften des acht-zehnten Jahrhunderts abkonterfeit sind, und, trotzdem paradisischcn Naturkostümc der Herren undDamen, jene ihre Zopfpcrücken, diese ihre Thurm-frisurcn und ihre Schuhe mit hohen Absätzen bei-behalten haben.

Nicht durch direkte Kritik, sondern indirektdurch dramatische Schöpfungen, die dem Shak-spcarc mehr oder minder nachgebildet sind, gelangendie Franzosen zu einigem Verständnis des großenDichters. Als ein Vermittler in dieser Weise islViktor Hugo ganz besonders zu rühmen. Ich Wittihn hiermit keineswegs als bloßen Nachahmer desBritten im gewöhnlichen Sinne betrachtet wissen.Viktor Hugo ist ein Genius von erster Größe,und bewunderungswürdig ist sein Flug und seine

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