spöttelte. Indessen, die Politische Revolution, welchedieses Land erlebte, hat auch eine literarische her-vorgebracht, die vielleicht an Tcrrorismus die cr-stcre überbietet, und Shakspcarc ward bei dieserGelegenheit auf den Schild gehoben. Freilich, wiein ihren politischen UmwälzungSvcrsuchcn, sind dieFranzosen selten ganz ehrlich in ihren literarischenRevolutionen; wie dort, so auch hier preisen undfeiern sie irgend einen Helden, nicht ob seinemwahren inwohnendcn Werthe, sondern wegen desmomentanen Vortheils, den ihre Sache durch solcheAnpreisung und Feier gewinnen kann; und so ge-schieht es, dass sie heute cmporrühmen, was siemorgen wieder herabwürdigen müssen, und umge-kehrt. Shakspcarc ist seit zehn Jahren in Frank-reich für die Partei, welche die literarische Revo-lution durchkämpft, ein Gegenstand der blindestenAnbetung. Aber ob er bei diesen Männern derBewegung eine wirkliche gewissenhafte Anerkennung,oder gar ein richtiges Verständnis gefunden hat,ist die große Frage. Die Franzosen sind zu sehrdie Kinder ihrer Mütter, sie haben zu sehr diegesellschaftliche Lüge mit der Ammcnmilch einge-sogen, als dass sie dein Dichter, der die Wahrheitder Natur in jedem Worte athmct, sehr viel Ge-schmack abgewinnen oder gar ihn verstehen könnten.
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