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3 (1861) Englische Fragmente und Shakspeare's Mädchen und Frauen
Entstehung
Seite
317
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dann regt sich in Shylock die Angst ob dem Schick-sal seiner Tochter, die unter Menschen, welche ihreWeiber aufopfern könnten für ihre Freunde, sichvcrhcirathct hat, und nicht laut, sondern „bei Seite"sagt er zu sich selber:

So sind die Christcnmnnner! Ich Hab' 'nc Tochter;

War' irgend wer vom Stamm des Barnabas

Ihr Mann geworden, lieber als ein Christ! —

Diese Stelle, dieses leise Wort begründet dasVcrdammungsurtheil, welches wir über die schöneJessika aussprechen müssen. Es war kein liebloserVater, den sie verließ, den sie beraubte, den sievcrricth. . . . Schäudlichcr Vcrrath! Sic machtsogar gemeinschaftliche Sache mit den FeindenShylock's, und wenn diese zu Bclmont allerleiMissrcdcn über ihn führen, schlägt Jessika nichtdie Augen nieder, erbleichen nicht die Lippen Jcs-sika's, sondern Jessika spricht von ihrem Vater dasSchlimmste. . . . Entsetzlicher Frevel! Sie hatkein Gemüth, sondern abenteuerlichen Sinn. Sielangweilte sich in dem streng verschlossenen „ehr-baren" Hause des bittermttthigcn Inden, das ihrendlich eine Hölle dünkte. Das lcichfcrtigc Herzward allzusehr angezogen von den heiteren Tönender Trommel und der quergchalstcn Pfeife. Hat