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es zog sich über ihre Lippen schon jener berau-schende Schmelz, der wahrscheinlich von den Kuss-elfen herrührte, die in den Mundwinkeln lauschten.
Als ich von Wittenberg heimkehrte und dasLächeln Ophclia's mir wieder entgcgcnlcuchtctc, ver-gaß ich darüber alle Spitzfindigkeiten der Schola-stik, und mein Nachgrübeln betraf nur die holdenFragen: Was bedeutet jenes Lächeln? Was be-deutet jene Stimme, jener geheimnisvoll schmach-tende Flötenton? Woher empfangen jene Augenihre seligen Strahlen? Äst es ein Abglanz desHimmels, oder erglänzt der Himmel nur von demWiederschein dieser Augen? Steht jenes Lächelnim Zusammenhang mit der stummen Musik desSphärentanzcs, oder ist es nur die irdische Sig-natur der übersinnlichsten Harmonien? Eines Tages,als wir im Schlossgarten zu Helsingör uns ergin-gen, zärtlich scherzend und kosend, die Herzen involler Schnsuchtsblüthe ... es bleibt mir unvcr-gesslich, wie bcttelhaft der Gesang der Nachtigallenabstach gegen die himmclhauchcndc Stimme Ophc-lia's, und wie armselig blöde die Blumen aus-sahen mit ihren bunten Gesichtern ohne Lächeln,wenn ich sie zufällig verglich mit dem holdseligenMunde Ophelia's! Die schlanke Gestalt, wie wand-lende Lieblichkeit schwebte sie neben mir einher.