griechischen Pergamenten entgegenlächclt, die Helenavon Sparta! Wie bedeutsam charakterisiert diesesVerlangen das innerste Wesen des deutschen Volkes!
Eben so kärglich wie die Cassandra hat Shak-spearc im vorliegenden Stücke, in „Troilus undCressida," die schöne Helena behandelt. Wir sehensie nebst Paris auftreten, und mit dem greisenKuppler Pandarus einige heiter neckende Gesprächewechseln. Sie foppt ihn, und endlich begehrt sie,dass er mit seiner alten meckernden Stimme einLiebeslied singe. Aber schmerzliche Schatten derAhnung, die Vorgefühle eines entsetzlichen Aus-gangs beschleichen manchmal ihr leichtfertiges Herz;aus den rosigsten Scherzen recken die Schlangen ihreschwarzen Köpfchen hervor, und sie verräth ihrenGemüthszustand in den Worten:
„Lass uns ein Lied der Liebe hören . . . dieseLiebe wird uns Alle zu Grunde richten. O Kupido!Kupido! Kupido!"