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schon die süßesten Gefühle in unserer jungen uner-fahrenen Brust. . . Mit crröthenden'Wangen undunsicherer Zunge antworten wir auf die gramma-tischen Fragen des Magisters ... Späterhin, wennwir älter und ganz gelehrt und sogar Hexenmeistergeworden sind, und den Teufel selbst beschwörenkönnen, dann begehren wir von dem dienendenGeiste, dass er uns die schöne Helena von Spartaverschaffe. Ich habe es schon einmal gesagt"), derJohannes Fnustus ist der wahre Repräsentant derDeutschen, des Volkes, das im Wissen seine Lustbefriedigt, nicht im Leben. Obgleich dieser berühmteDoktor, der Normal-Deutsche, endlich nach Sinncn-genuss lechzt und schmachtet, sucht er den Gegen-stand der Befriedigung keineswegs auf den blühen-den Fluren der Wirklichkeit, sondern im gelehrtenModer der Büchcrwelt; und während ein fran-zösischer oder italiünischer Nekromant von dem Me-phistopheles das schönste Weib der Gegenwart ge-fordert hätte, begehrt der deutsche Faust ein Weib,welches bereits vor Jahrtausenden gestorben ist,und ihm nur noch als schöner Schatten aus alt-
Bei Gelegenheit der Besprechung von Goethe's Faust— „Romantische Schule," erstes Buch; Sämmtliche Werke,Band VI.
Anmerkung des Herausgebers.