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3 (1861) Englische Fragmente und Shakspeare's Mädchen und Frauen
Entstehung
Seite
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wie wir deren genug unter unseren nächsten Be-kannten wahrnehmen. . . und gar die gefeiertestenNamcnträgcr, Rcnonuneen der heroischen Vorzeit,z. B. der große Pelide Achilles, der tapfere Sohnder Thetis, wie miserabel erscheinen sie hier! Aufder andern Seite konnte auch das Stück nicht füreine Komödie erklärt werden; denn vollströmig flossdarin das Blut, und erhaben genug klangen darindie längsten Reden der Weisheit, wie z. B. dieBetrachtungen, welche Ulysses über die Nothwen-digkcit der Anktoritas anstellt, und die bis aufheutige Stunde die größte Behcrzignng verdienten.

Nein, ein Stück, worin solche Reden gewech-selt werden, das kann keine Komödie sein, sagtendie Kritiker, und noch weniger durften sie anneh-men, dass ein armer Schelm, welcher, wie derTurnlehrer Massmann, blutwenig Latein und garkein Griechisch verstand, so verwegen sein sollte,die berühmten klassischen Helden zu einem Lustspielezu gebrauchen!

Nein, „Troilus und Cressida" ist weder Lustspielnoch Trauerspiel im gewöhnlichen Sinne; diesesStück gehört nicht zu einer bestimmten Dichtungs-art, und noch weniger kann man es mit den vor-handenen Maßstäben messen — es ist Shakspcare'seigenthümlichste Schöpfung. Wir können ihre hohe