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3 (1861) Englische Fragmente und Shakspeare's Mädchen und Frauen
Entstehung
Seite
191
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der Musik, Das ist nämlich die Malerei. Nur imFache des Portraits haben sie Ausgezeichnetes ge-leistet, und gar wenn sie das Portrait mit demGrabstichel, also nicht mit Farben, behandeln kön-nen, übertreffen sie die Künstler des übrigen Eu-ropas. Was ist der Grund jenes Phänomens, dassdie Engländer, denen der Farbensinn so kümmerlichversagt ist, dennoch die außerordentlichsten Zeich-ner sind, und Meisterstücke des Kupfer- und Stahl-stichs zu liefern vermögen? Dass Letzteres der Fallist, bezeugen die nach Shakspcare'schcn Dramengezeichneten Portraite von Frauen und Mädchen,die ich hier mittheile ^), und deren Vortrcfflichkeitwohl keines Kommentars bedarf. Von Kommentarist hier überhaupt am allerwenigsten die Rede. Dievorstehenden Blätter sollten nur dem lieblichenWerke als flüchtige Einleitung, als Vorgruß die-nen, wie es Brauch und üblich ist. Ich bin derPförtner, der euch diese Galerie aufschließt, undwas ihr bis jetzt gehört, war nur eitel Schlüssel-gcrassel. Indem ich euch umhcrführe, werde ichmanchmal ein kurzes Wort in eure Betrachtungenhincinschwatzen; ich werde manchmal jene Cicerone

s) Vgl. in Betreff dieser Bilder das Vorwort des Her-ansgebers zum vorliegenden Bande.

Der Herausgeber.