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Schröder, welcher auch einige der besten DramenShakspeare's für die deutsche Bühne zuerst bear-beitete. Wie Garrick, so hat auch Schröder wederdie Poesie noch die Kunst begriffen, die sich in jenenDramen offenbart, sondern er that nur einen ver-ständigen Blick in die Natur, die sich darin zunächstausspricht; und weniger suchte er die holdseligeHarmonie und die innere Vollendung eines Stücks,als vielmehr die einzelnen Charaktere darin mit dereinseitigsten Naturtreue zu rcproduciercn. Zu diesemUrtheil berechtigen mich sowohl die Traditionenseines Spieles, wie sie sich bis heutigen Tag aufder Hamburger Bühne erhielten, als auch seineBearbeitungen der Shakspeare'schen Stücke selbst,worin alle Poesie und Kunst verwischt ist, und nurdurch Zusammenfassung der schärfsten Züge einefeste Zeichnung der Hauptcharaktere, eine gewisseallgemein zugängliche Natürlichkeit hervortritt.
Aus diesem Systeme der Natürlichkeit ent-wickelte sich auch das Spiel des großen Dcvrient,den ich einst zu Berlin gleichzeitig mit dem großenWolf spielen sah, welcher Letztere in seinem Spielevielmehr dem Systeme der Kunst huldigte. Obgleich,von den verschiedensten Richtungen ausgehend, Jenerdie Natur, Dieser die Kunst als das Höchste er-strebte, begegneten sie sich doch Beide in der Poesie,