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rede hält. Aber trotz der wcitbauschigen, doktri-nellen Gravität, worunter der kleine Ludwig seinephilologische und philosophische Unwissenheit, seinelA-noi-alltia. zu verbergen sucht, befinden sich inden erwähnten Blättern die scharfsinnigsten Bemer-kungen über die Charaktere der Shakspcare'schcnHelden, und hie und da begegnen wir sogar jenerpoetischen Anschaunngsfähigkeit, die wir in denfrühem Schriften des Herrn Tieck immer bewun-dert und mit Freude anerkannt haben.
Ach, dieser Tieck, welcher einst ein Dichterwar und, wo nicht zu den Höchsten, doch wenigstenszu den Hochstrcbcndcn gezählt wurde, wie ist erseitdem heruntergekommen! Wie kläglich ist dasabgehaspelte Pensum, das er uns jetzt jährlich bietet,im Vergleiche mit den freien Erzeugnissen seinerMuse aus der frühern mondbeglänzten Märchcn-weltzcit! Eben so lieb wie er uns einst war, ebenso widerwärtig ist er uns jetzt, der ohnmächtigeNcidhart, der die begeisterten Schmerzen deutscherJugend in seinen Klatschnovellen verleumdet! Aufihn passen so ziemlich die Worte Shakspearc's:„Nichts schmeckt so ekelhaft wie Süßes, das inVerdorbenheit überging; Nichts riecht so schnödeWie eine verfaulte Lilie!"