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3 (1861) Englische Fragmente und Shakspeare's Mädchen und Frauen
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Bei dem metrischen Übersetzer verlieren sich dieseaußerordentlichen Stellen in dem gewöhnlichen Gleiseder Theatersprachc, und auch Herr Schlegel kanndiesem Schicksal nicht entgehen. Wozu aber dieMühe des metrischen Übersctzcns, wenn eben dasBeste des Dichters dadurch verloren geht, und nurdas Tadelhafte wiedergegeben wird? Eine Über-setzung in Prosa, welche die prnnklose, schlichte,naturähnliche Keuschheit gewisser Stellen leichterrcproduciert, verdient daher gewiss den Vorzug vorder metrischen.

In unmittelbarer Nachfolge Schlegcl's hat sichHerr L. Tieck als Erläuterer Shakspeare's einigesVerdienst erworben. Dieses geschah namentlich durchseine dramaturgischen Blätter, welche vor vierzehnJahren in der Abendzeitung erschienen sind, undunter Theaterliebhabern und Schauspielern dasgrößte Aufsehen erregten. Es herrscht leider injenen Blättern ein breitbeschaulicher, langwürdigerBclchrungston, dessen sich der liebenswürdige Tauge-nichts, wie ihn Gutzkow nennt, mit einer gewissengeheimen Schalkhcit beflissen hat. Was ihm anKenntnis der klassischen Sprachen, oder gar anPhilosophie abging, ersetzte er durch Anstand undSpaßlosigkeit, und man glaubt Sir John auf demSessel zu sehen, wie er dem Prinzen eine Stand-