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3 (1861) Englische Fragmente und Shakspeare's Mädchen und Frauen
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Musarion, der tändelnde cavalisrs ssrvsuks derGrazien, der Anhänger und Nachahmer der Fran-zosen: er war es, den aus einmal der brittischeErnst so gewaltig erfasste, dass er selber den Hel-den aufs Schild hob, der seiner eigenen Herrschaftein Ende machen sollte.

Die dritte große Stimme, die für Shakspearein Deutschland erklang, gehörte unserem lieben,theucrn Herder, der sich mit unbedingter Begeiste-rung für ihn erklärte. Auch Goethe huldigte ihmmit großem Trompetentusch; kurz, es war eineglänzende Reihe von Königen, welche, Einer nachdem Andern, ihre Stimme in die Urne warfen, undden William Shakspeare zum Kaiser der Literaturerwählten.

Dieser Kaiser saß schon fest auf seinem Throne,als auch der Ritter August Wilhelm von Schlegelund sein Schildknappe, der Hofrath Ludwig Tieck,zum Handküsse gelangten, und aller Welt versicherten,jetzt erst sei das Reich auf immer gesichert, dastausendjährige Reich des großen William's.

Es wäre Ungerechtigkeit, wenn ich Herrn A.W. Schlegel die Verdienste absprechen wollte, die erdurch seine Übersetzung der Shakspeare'schen Dra-men und durch seine Vorlesungen über dieselbenerworben hat. Aber ehrlich gestanden, diesen letz-