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3 (1861) Englische Fragmente und Shakspeare's Mädchen und Frauen
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kalbs in gerichtliche Bedrängnis gcrieth; wesshalbich ihn aber dennoch nicht ganz verdamme. „AnchEhrlich hat einmal ein Kalb gestohlen," sagt eindeutsches Sprichwort. Hierauf soll er nach Lon-don entflohen sein und dort für ein Trinkgeld diePferde der großen Herrn vor der Thüre des Thea-ters beaufsichtigt haben ... So ungefähr lautendie Fabeln, die in der Literaturgeschichte ein altesWeib dem andern nachklatscht.

Authentische Urkunden über die Lebensverhält-nisse Shakspeare's sind seine Sonette, die ich jedochnicht besprechen möchte, und die eben ob der tiefenmenschlichen Misere, die sich darin offenbart, zuobigen Betrachtungen über das Privatleben derPoeten mich verleiteten.

Der Mangel an bestimmteren Nachrichten überShakspeare's Leben ist leicht erklärbar, wenn mandie politischen und religiösen Stürme bedenkt, diebald nach seinem Tode ausbrachen, für einige Zeiteine völlige Puritanerhcrrschaft hervorriefen, auchspäter noch unerquicklich nachwirkten, und die goldeneElisabethperiode der englischen Literatur nicht bloßvernichteten, sondern auch in gänzliche Vergessenheitbrachten. Als man zu Anfang des vorigen Jahr-hunderts die Werke von Shakspcare wieder ans

Heine'S Werke. Bd. III.

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