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3 (1861) Englische Fragmente und Shakspeare's Mädchen und Frauen
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er trägt ja ein Gleichbild des Ganzen in seinemGeiste, er kennt die letzten Gründe aller Phäno-mene, die dem gewöhnlichen Geiste räthselhastdünken, und auf dem Wege der gewöhnlichen For-schung nur mühsam, oder auch gar nicht begriffenwerden . . . Und wie der Mathematiker, wennman ihm nur das kleinste Fragment eines Kreisesgiebt, unverzüglich den ganzen Kreis und den Mit-telpunkt desselben angeben kann: so auch der Dich-ter, wenn seiner Anschauung nur das kleinste Bruch-stück der Erschcinungswelt von außen gebotenwird, offenbart sich ihm gleich der ganze univer-selle Zusammenhang dieses Bruchstücks; er kenntgleichsam Cirkulatur und Centrnm aller Dinge;er begreift die Dinge in ihrem weitesten Umfangund tiefsten Mittelpunkt.

Aber ein Bruchstück der Erscheinungswelt mussdem Dichter immer von außen geboten werden,che jener wunderbare Process der Weltergänzungin ihm stattfinden kann; dieses Wahrnehmen einesStücks der Erscheinungswelt geschieht durch dieSinne, und ist gleichsam das äußere Ereignis, wo-von die inncrn Offenbarungen bedingt sind, denenwir die Kunstwerke des Dichters verdanken. Jegrößer diese letztem, desto neugieriger sind wir, jeneäußeren Ereignisse zu kennen, welche dazu die erste