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3 (1861) Englische Fragmente und Shakspeare's Mädchen und Frauen
Entstehung
Seite
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der Katholicismus, war erst in der Theorie zer-stört; aber er lebte noch mit seinem vollen Zauberim Gemüthc der Menschen, und erhielt sich nochin ihren Sitten, Gebräuchen und Anschauungen.Erst später, Blume nach Blume, gelang es denPuritanern, die Religion der Vergangenheit gründ-lich zu entwurzeln, und über das ganze Land, wieeine graue Nebeldecke, jenen öden Trübsinn auszu-breiten, der seitdem, cntgeistet und entkräftet, zueinem lauwarmen, greinenden, dünnschläfrigcn Pie-tismus sich verwässerte. Wie die Religion, so hatteauch das Königthum in England zu Shakspcarc'sZeit noch nicht jene matte Umwandlung erlitten,die sich dort heutigen Tags unter dem Namen kon-stitutioneller Regicrnngsform, wenn auch zum Bestender europäischen Freiheit, doch keineswegs zum Heileder Kunst geltend macht. Mit dem Blute Karl's desErsten, des großen, wahren, letzten Königs, flossauch alle Poesie aus den Adern Englands; unddreimal glücklich war der Dichter, der dieses kum-mervolle Ereignis, das er vielleicht im Geiste ahnctc,nimmermehr als Zeitgenosse erlebt hat. Shak-speare ward in unsren Tagen sehr oft ein Ari-stokrat genannt. Ich möchte dieser Anklage keines-wegs widersprechen, und seine politischen Neigungenvielmehr entschuldigen, wenn ich bedenke, dass