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3 (1861) Englische Fragmente und Shakspeare's Mädchen und Frauen
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noch ein buntes Turnier, wo freilich die cdclbür-tigen Ritter in Schimpf und Ernst die Hauptrollefpielten, aber der helle Trompetenton auch die bür-gerlichen Herzen erschütterte . . . Und statt desdicken Biers trank man den leichtsinnigen Wein,das demokratische Getränk, welches im Rausche dieMenschen gleich macht, die sich eben noch aus dennüchternen Schauplätzen der Wirklichkeit nach Rangund Geburt unterschieden . . .

All diese farbenreiche Lust ist seitdem erblichen,verschollen sind die freudigen Trompctcnklänge, er-loschen ist der schöne Rausch. . . Und das Buch,welches dramatische Werke von William Shakspcareheißt, ist als Trost für schlechte Zeiten und alsBeweis, dass jenes msrrzr LnA-Ianck wirklich exi-stiert habe, in den Händen des Volkes zurückge-blieben.

Es ist ein Glück, dass Shakspcare eben nochzur rechten Zeit kam, dass er ein Zeitgenosse Eli-sabeth'S und Jakobs war, als freilich der Prote-stantismus sich bereits in der ungezügelten Denk-srcihcit, aber keineswegs in der Lebensart undGefühlswcise äußerte, und das Königthum, beleuch-tet von den letzten Strahlen des untergehendenRittcrwesens, noch in aller Glorie der Poesie blühteund glänzte. Ja, der Volksglaube des Mittelalters,

He ine's Werke. Bd. III 11