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Geiste und in der Wahrheit anbeten. Aber wirwürden den Stifter unserer heiligen Religion mißverstehen;wir würden die Art und Weise, wie Er selbst, um wahreGottesfurcht zu wecken, auf menschliche Gemüther durch sinn-liche Vorstellungen wirkte, vergessen; wir würden dem, wasEr als äußere sinnbildliche Veranstaltung in den beiden hei-ligen Sacramenten seiner Kirche vorgeschrieben hat, wider-sprechen; wir würden die Natur und Beschaffenheit dermenschlichen Seele, und den Weg, auf welchem sie am wirk-samsten zur Kenntniß und zum Gefühl göttlicher Dinge ge-langt, nicht beachten, wir würden, mit einem Worte, Mit-tel und Zweck voneinander trennen, wenn wir unsere Got-tesvcrehrung zu einer bloßen Sache der kalten Vernunftmachen und von unseren öffentlichen religiösen Zusammen-künften Alles ausschließen und entfernen wollten, was durchwürdige, edle und bedeutungsvolle sinnliche Erweckungsmittclzugleich das Herz in Anspruch nimmt, und ihm eine bele-bende, wohlthuende, fromme Wärme mittheilt."
„Es ist nicht zu läugnen, daß dem Gottesdienste derprotestantischen Christen dieß Feierliche und Rührende, dießErweckende und Erhebende, welches ein frommes Herz imTempel des Herrn sucht, in mancher Hinsicht fehlt. DieKlagen darüber wurden schon längst, wie Ihr wisset, vonallen Seiten her laut; schon längst war es der Wunsch ein-sichtsvoller, verständiger frommer Männer, daß diesem Man-gel abgeholfen, Jesus Christus, der Gekreuzigte, wieder ge-predigt, seinem heiligen Altar die gebührenden, an Ihn erin-nernden alten, ehrwürdigen Symbole wiedergegeben, unserechristlichen Kirchen würdevoller, als heilige Oerter behandeltund ausgezeichnet, und so die Gottcsverehrungen der Christenherzlicher und erhebender, anregender und wirksamer auf das