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gen, was daran mißfällt?" „Vor Ihrem guten Willen habeich allen Respect; aber Sie sind in den Fehler Aller gefallen,die neue Liturgien und Agenden geschrieben haben." „Wieso?" „Sie haben den historischen Grund und Boden ver-lassen." „Den historischen?" „So können Sie als Theologeund Kirchenhistoriker fragen? Das Christcnthum ist einehistorische Thatsache, ebenso die Reformation; diese ist ausjenem hervorgegangen. Die Gegenwart begreift man nuraus der Vergangenheit, Beides hängt zusammen, wie Ursacheund Wirkung. Wenn man die reine Lehre Christi und dasapostolische Zeitalter nicht kennt, kennt man auch Luther undseine Werke nicht. Das, was die Römische Kirche Hetero-genes hinzugesetzt und hierarchisch in die Kirche eingeführt,hat er ausmerzen, und das Ursprüngliche wieder geben wol-len. Auf diesem Terrain, wie soll ich sagen, in dieser Weltvon Ideen, Gefühlen und Gebräuchen, muß man zu Hausesein, wenn man an der Kirche Christi, wie sie durch dieReformation geworden, bauen, und ein antik-christliches Ele-ment in dieselbe bringen will. Unser Zeitalter hat dieseSphäre großenthcils verlassen, die alten Liturgien, wie dielutherische Kirche, und die Gebete, wie die refvrmirte imIZten und Ilten Jahrhundert sie gebraucht, fast ganz ver-lassen, und die fatale Willkühr, in der Jeder seinem Kopfefolgte, einreißen lassen. Soll der Regellosigkeit ein Endegemacht und Uebereinstimmung wieder eingeführt werden, sokann solches nur gelingen in der Autorität der Kirche. Wiegesagt, die Theologen unserer Zeit haben den historischenGrund und Boden fast ganz verlassen, und machen einChristcnthum, welches ganz neu ist und von dem unsererVäter abweicht. Alle Liturgien und Agenden, welche in un-serer Zeit erschienen, sind wie aus der Pistole geschossen. Auch