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freiungskriege. Wir sehen zwar solche Feste jährlich und anverschiedenen Orten sich wiederholen; doch ist das bevorste-hende ganz eigentümlicher Art. Es ist ein Erinnerungsfestder vormaligen Freiwilligen des Lützow'schen Freicorps amGrabe ihres Freundes und Dichters Theodor Körner, inVerbindung mit einer speciellen, dort stattfindenden Feierlich-keit. Vor dem Beginn des Krieges im Jahre 181Z hattensich einige Freunde, vormalige Lützow'er, die damals als Of-siciere in dem aus der Infanterie des Lützow'schen Corpsgebildeten 25tcn Infanterie-Regiments dienten, versprochen,daß wenn der Eine oder der Andere von ihnen in dem bevor-stehenden Kampfe fallen würde, die Nachbleibende» dessen Waf-fen an der Eiche, unter der sie einst Körner bestattet, be-festigen und zum Andenken weihen sollten. G. Schnelle ausSchwerin, allen Freunden und Waffcngefährtcn gewiß nochim frischen Andenken, war es, den von ihnen am IktenJunius in der Schlacht von Ligny die tödtlichc Kugel traf.Die Freunde erfüllten ihr Versprechen, hängten im Frühling1816 Schnelle's Schwert mit einer bezüglichen Gedenktafelan der bezeichneten Eiche auf und vollzogen die Weihe.Dieses anspruchlosc Denkmal bedurfte aber nach mancher er-fahrenen Unbill einer Wiederherstellung, die jetzt erfolgt ist.An dem nicht bloß für Schnelle, sondern für alle Lützow'er,die 1815 noch im Regiment dienten, bekanntlich dem verhäng-nißvollen 16ten Junius, wird das bezeichnete einfache Denk-mal wieder an der Eiche bei Körner's Grabe befestiget undgewcihet werden, und dieser Tag ist zugleich zum Wiedersehen,zur Wiedervereinigung der alten Lützow'er und zu einem Festeder Erinnerung an jene von ihnen vereint verlebte großeZeit ausersehcn. Es sind daher alle Freiwilligen des Lützow'-schen Frcicorps eingeladen, an diesem Feste teilzunehmen und