Druckschrift 
3,1 (1846)
Entstehung
Seite
283
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herbeigeführt durch schreckliche Gerichte der göttlichen Vorse-hung in den starren Eisfeldern Nordens. Aus fernen Ge-genden sah man Heerschaaren, deren Waffen, deren Spracheund Sitten man nicht kannte. Unbekannte Völker, befreun-det durch einen Zweck, eilten alle, alle, zu einem Ziele hin.Beschäftigt mit den Eindrücken der unruhigen, geräuschvollenGegenwart, und getrieben von ihren hohen Fluthen, wo jederTag etwas Neues brachte, kam man nicht zur Besinnung, unddas Erstaunen über das Außerordentliche ist größer nachdemes geschehen, als damals, wie es da war. Erst in der Ruhedes Friedens und seiner Gleichförmigkeit, als der Strom desLebens wieder in seine festen und gewohnten Ufer getretenwar, lernte man die gewordene Hülfe durchdenken, schätzen,und bewundern. Man weiß nicht, was geschehen und ge-schieht, wenn man am gefährlichen Rande eines verschlingen-den Abgrundes steht; aber glücklich gerettet, fährt man zu-sammen, sieht, erkennt man, und spricht davon. Die Geschichtedes Siebenjährigen Krieges, der doch viele Intervallen undlange hinziehenden Pausen hatte, erzählte die Mitwelt erst,nachdem er vollendet, und seine Großthatcn sind herüber ge-hallt in die Nachwelt, die, angezogen von ewig neuem Reize,in immer neuen Generationen die seltenen Begebenheitenliest und wieder liest. Die wunderbare Entwickelung dervieljährigcn Zwingherrschaft, der rasche, siegreiche Freiheits-kampf, die abentheuerliche Verbannung des großen Usurpa-tors aus eine wüste, bewachte Insel des Weltmeeres, worindas Außerordentliche sich offenbart, trägt ein dauerndes In-teresse in sich, welches die Herzen fesselt und immer wiederneu wird. Wenn der Siebenjährige Krieg die überflügelndeIntelligenz und die heroische Taktik eines einzelnen hervor-ragenden Mannes darstellt und er im Laufe der Begebenheiten