gen. Eine zahlreiche Volksmenge umstand das Denkmal be-trachtend in ehrfurchtsvoller, mit vaterländischem Stolze ge-mischter Empfindung. Mehrere Kunstgärtncr hatten vonfreien Stücken dem Festordner die Lorbecrzweige und Blumenzur Ausschmückung der Bildsäule, wie des Festlocals, übersandt.Einer der Uebcrsender, ein Veteran der Gartenkunst, hattedie übersandten Lorbeer» mit einem Anschreiben begleitet, inwelchem er äußerte: „es seien die Lorbeerzweige von demsel-ben Lorbeerbäume, der vor nunmehr 27 Jahren seine Blätter hergegeben hätte, um das Haupt des Helden nach derRückkehr aus dem Feldzuge von 1815 zu schmücken." Erfügte den Wunsch hinzu, daß der Baum auch unseren En-keln noch bei der zweiten Sccularfeier dieses Gcburts- undVolksfestes seinen grünen Schmuck dazu darleihen möge.Bekanntlich hatte sich ein Verein von Männern aus dengesellschaftlichen, kriegerischen und amtlichen Kreisen gebildet,um die Anordnung dieses Festes im Ganzen zu bcrathen.Drei von diesen gewählten Festordnern, der wirkliche Geheim-rath und Präsident v. Grolmann, Seitens der Landwehr?der General von Röder, Seitens des Heeres; und der Hof-rath vr. Förster, Seitens der freiwilligen Kämpfer, hattendie näheren Anordnungen getroffen. Am Morgen des Fest-tags begrüßten dieselben die Wittwc des Helden, die FürstinnBlücher, als Deputirte der zur Feier Versammelten. EinBesuch, der die erhebendsten und wehmuthsvollsten Empfin-dungen gleichzeitig erweckte. Mittags um 3 Uhr versammeltensich die Theilnehmer des Festes, gegen 5W an der Zahl, indem Parterre-Raum des Königlichen Opernhauses, das zurFeier dieses Tages von Sr. Majestät bewilliget war. EineFreitreppe, wie bei dem Ritterschafts feste während der Hul-digungszeit, führte aus dem Parterre nach der Königlichen
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