Domaine in der Nähe der Stadt Hamm, das schöne, soge-nannte Ostholz, mit der einträglichen Ziegelei, zum Eigen-thum geschenkt. Dieß Bewußtsein der Königlichen Gnadeerhöhete und beseelte seinen natürlichen Muth und drückteseinem ganzen Sein und Wesen das prägnante Geprägeeiner kategorischen Energie aus. Er war ein schöner, kräfti-ger Mann, von stämmiger, mittler Größe, in den bestenJahren. Sein Blick war kühn und fest; doch dabei schlau.Seine Haltung gerade und gebieterisch; sein Schritt undGang gravitätisch; die Bewegung seiner Hände drohend;seine Stimme donnernd. Er trug in seiner ganzen Indi-vidualität die merkwürdige Signatur aus der großen, tha-tcnreichen Zeit des Siebenjährigen Krieges, und aus demSonnenauge Friedrich's des Großen glänzte ein Strahl aufseinem ausdrucksvollen, heroischen Angesichte. Er war einMann voll Geist und Leben und dabei von natürlicher Gut-mütigkeit; aber im Impuls eines cholerischen Temperamentsvon grenzenloser, rasender Heftigkeit, die keinen Widerspruchduldete, und Alles, was sich widersetzte, zerbrach und zertrat.Er wohnte, oder residirte vielmehr in einer am Norden-Walle gelegenen, von hohen Linden und Castanicn-Bäumenumschatteten alten Burg, „Gencralshos" genannt. Die Ne-bengebäude bildeten den Marstall, die Wohnungen der Stall-bcdicnten, und daran grenzte der große Paradeplatz. Dievon lebendigen Hecken umgebene Niederung hatte schöne,an den Ufern der Asse und Lippe gelegene sonnige, frucht-bare Gärten, die man den Weinberg nannte. Der Generalliebte den Aufwand, war freigebig, hatte eine große Anzahlvon Bedienten und Pferden. Stets war er, so oft er imPublicum erschien, von vielen Adjutanten umgeben und rittgewöhnlich auf einem schönen, muthigen Pferde, auch in der
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