IX
was ich nicht selbst erlebt hatte, oder von Anderen,die ich persönlich kannte, und die mit dem Könige inunmittelbarer amtlicher Berührung standen, wie Witz-leben und Albrecht, als wirkliches Factum genaukannte. Auch sollte mein Buch etwas Anderes sein,als eine Anekdoten-Sammlung, deren wir so vielehaben. Aber wohl kann es sein, daß chronologischeund synchronistische Zrrthümer in meinen Erzählungenvorkommen; denn Manches habe ich auch aus derErinnerung niedergeschrieben; in einem Alter von 77Jahren wird das Gedächtniß untreu und oft vergißtoder verwechselt man die iiominn proprln. Dießaber wäre nur der Fall bei vorkommenden Nebenper-sonen, also bei dem Rahmen des Bildes, keineswegsjedoch beim Original, dem Könige selbst; hier ist Allespsychologisch und factisch gewiß, klar im Sonnenlichtedes Tages; aufgeschrieben, sobald ich es gehört underfahren. Allerdings nur Licht und gar kein, oderdoch nur wenig Schatten. Dieser war allerdingsauch da, denn der König war und blieb ein Mensch,und gewiß hat Er mannigfach gefehlt; Keiner fühltedas in Demuth tiefer, als Er selbst, und ich binweit davon entfernt, Ihn zu apotheosiren. Wahr-lich, Keiner bedarf das weniger, als der Hochselige;schon in der Vorrede zum Ersten Theil dieses Werkes