Druckschrift 
2/3 (1843)
Entstehung
Seite
95
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SS

zu reinigen. Zerknitterte Schmuckfedern wieder herzustellen- Italienische Blumen zumachen. Bläuen der Wäsche. Wäsche zu zeichnen. Zwirnbleiche. Bleichen des Stro-hes. Schwarzfärbcn der Hüte. Blumen zu lactircn. Lcbcndige Pflanzen abzufor-men Pflanzen in MooS zu ziehen. Stoffe unverbrcnnlich zu" machen Gruue undrothe Haare zu färben. Mittel gegen das Haarausfallcn. Runzeln aus dem Gesichtzu bringen, ebenso den Kupfcrausschlag. Hautpomaden, Räucberpulvcr, KünstlichesSchildplatt. Mctallarbeitcn die eingelegten Gold- und Silberarbeitcn gleichen.Slahlschreibfedern rein zu erhalten. Stahlfedern wieder gut zu machen. EnglischeEopirlinte. Tinte zur Bezeichnung kupferner und silberner Gcräthschaftcn Mehr-farbige S iegclabdrücte. Kupferstiche auf Glas zu bringen. Bleistiftfabrikation. Luft-kissen. Marmorfärbung, Achat zu färben. Schiefer zu pelircn. Spritzenschläuchc mitLcderricmcn gcnäkt. Sympathetische Farben. GrüncS und rothcs Feuer. Daguer-reotypie. Papiermache, u. s. w- u. s. w.

Reise-Bibliothek.

Jeder Reisende hat Stunden, wo er auf den Abgang der Possen oder Dampf-wagcn zu warten hat, oder wo das Wetter und die Gesellschaft ihm n-cbt zusagen,Langeweile verursachen und eine bessere Unterhaltung wünsch» nswerth machen.Für solche empfiehlt sich die Miniaturausgabc der Bibliothck der neue-sten deutschen Classiker Eine mit Berücksichtigung des Preußischen Gesetzesvom >l. Juni 1997 veranstaltete Auswahl des Schönsten und Gediegenstenaus den Werken von Uhland, Anastasius Grün, Rückerr, Nie. Lcnau, dem Fürstenvon Pücklcr-Muskau, Frciligratb, Jmmcrmann und Andern wovon man selbst aufFußwanderungen ohne Beschwcrniß mehrere der niedlichen Bändchen in der Westen-tasche mit sich führen kann. Man erhält diesen angenehmen Reise-Schatz durchalle Buchhandlungen das Bändchcn zu 2 Gr., oder 2L Sgr. oder 9 kr. rh-

Wir wissen von den gebildetsten und geistreichsten Reisenden (wir erinnern nuran den Fürst P ükler-Mu sk an, den Eanzler Riemeyer), daß sie auf ihrenReisen eine gewählte Bibliothek mir sich führten; ja selbst in den KriegSlagcrn moch-ten Helden der alten und neuen Zeit (Hannibal, Friedrich der Große) nichtdes Genusses einer besseren Lektüre entbehren. Wie mancher junge Held hatte wäh-rend der Befreiungskriege den Lieblings-Autor in dem Tornister und hält diesenReisebegleiter noch heute in Ehren.

Eine empfehlenswertherc Rcisebibliothck, als die oben angeführte, dürfte es nichtleicht geben! sie enthält in bunter Mannigfaltigkeit einen Reichthum der herrlichstenGedichte und der anziehendsten Aufsätze, Reisesccnen, Schilderungen :c- ic.

Es übersehe diher Niemand vor Antritt einer kürzern oder länger« Reise, sich mitdiesen Perlen aus der neuesten Literatur zn verschen, sie werden "ihm zu allen Zei-ten-, nicht blos in der Fremde, auch in der Heimath, im Freundeskreise, auf ein-samen Spaziergängen ein willkommener Begleiter sein.