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3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
Entstehung
Seite
367
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tmd landsäßigen Schuldner. Z67

che» werde. Er denkt: Der Blitz, der die Gründe desGläubigers nicht rühren können, weil sein Vermögen inSchuldverschreibungen besieht, hat vielleicht nicht blosden Schuldner, sondern auch den Gläubiger, heimsuchenwollen. Jener hat sich gegen die Kriegsdefchwerden alsein treuer ttnterlhan gewehret, das Unterpfand des Elan-'bigers mit Aufopferung seines übrigen Vermögens geret-tet, nnd alles Ungewitter über sich ergehen lassen; die-ser hingegen ist mir seinem Schuldbuche in fremde Lan-der geflüchtet, und hat dem Sturm vom User zugesehen.Soll ich, schließt er, dem unglücklichen Landbesitzer seinHosgewehr nehmen: womit will er dann seineu Ackerbepelleu; und will ich den Hof verkaufen, wie groß sindnicht auch die uothweudigsten Kosten? Ich weis gewiß,sagt er dem Gläubiger, der am eifrigsten auf seine Be-zahlung dringt, daß ihr doch am Ende nichts erhalten,und ein anderer jetzt noch schlafender oder gütigerer Glau-biger damit durchgehen werde; soll ich also den Schuld-ner blos deswegen zu Grunde richten, um euch zu über-zeugen , daß nach Abzug aller Kosten und Bezahlung äl-terer Schulden nichts übrig sey? Aber was soll nun derRichter thun?

Was der Richter thun solle? Wenn der Schuldnerein sreyer Manu ist: so nehme er ihm alles was er hat,und verkaufe es. Für den Staat ist es vielleicht besser,daß ein freudiger Kaufer als ein verarmter und muth-loser Eigenthümer auf dem Hofe liege. Und was kannmau in aller Welt für einen Grund angeben, warum derGlaubiger jetzt eher als der Schuldner verlieren solle?Hat der Gläubiger nicht schon genuug dadurch gelitten,daß er seinem Schuldner die großcWohlkhat gerhan, ihmwährend des Krieges alle Zinsen in leichter Münze abzu-nehmen? Soll er jetzo noch das Bischen, was er vielleicht in dreyßig schweren Jahren mit Aufopferung seinerGesundheit Hey saurer Milch und trocknem Broote in Hol-land