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3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
Entstehung
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Also kann man der Mode ohne Gcwissensscrupe!folgen.

Arabelle an Amalien.

^^.cruhigcn Sie sich meine Liebe; Ihre Beängstigung^^-^gen kommen ans dem Geblüt, das sich vielleicht aufdem letzten Ball zu sehr erhitzt hat, und nicht ans demGewissen. Wenigstens sehe ich in aller Welt nicht, wa-rum eine Haube ä lg l,ouls lei-s, mit ?lumets g Ig tteiusund aioiZAL g Ig cl'^rlois das Gewissen mehr als eine an-dere beschweren sollte. Ihre Furcht, daß die plötzlichenund schnellen Veränderungen der Mode, welche unserejetzige Zeiten so eigentlich charakterisieren, einen üblenEinfluß auf ihren Kopf haben möchten, ist eben so unge-gründet. Etwas mehr Leichtfertigkeit, als unsere Groß-mütter blicken ließen, scheinet zwar darinn zu liegen, undes wollte neulich eine alte Dame ans unfern seit Jahres-frist taglich veränderten Hüten schließen, daß die Seeleihren Sitz verlassen und sich in die Gegend der Milz zu-rückgezogen hätte. Ich gab ihr aber einen Blick, worausfie völlig schließen konnte, daß die meinige noch aus ihrenHeyden obersten Fenstern sehe, und sagte dabei), daß diePhilosophen der Seele ihren Sitz längst im Magen ange-wiesen hätten, daher es allenfalls kein Wunder wäre,wenn sie zur Veränderung einmal die Milz besuchte. Die-ses mochte sie sich merken; denn so Wieste gut oder schlechtverdauet, denkt und empfindet sie auch. Eine anderewollte die Mumm« i, ls ittoiuo mit den Windfcdern verglei-chen, und daraus das Wetter in unfern Köpfen prophe-

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